Nachhaltigkeit

Dem Konzept der Nachhaltigkeit liegt die Idee zu Grunde, Umweltbelange gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu behandeln. Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen möchten, ist das Eine ohne das Andere nicht zu haben.

Unternehmerische Verantwortung und nachaltiges Wirtschaften sind mittlerweile in vielen Unternehmen wichtige und aktuelle Themen. Im ökologischen Landbau ist beides sogar Verpflichtung.

Wir, als Bioland-Betrieb, stellen uns dieser Aufgabe gerne.

Saatgut ist kostbares Kulturgut
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Gesundes, vollwertiges Gemüse fängt mit dem entsprechenden Saatgut an. Hochwertiges biologisches Saatgut ist die Grundlage für eine kräftige Ernte und für die nachhaltig gesunde Ernährung des Menschen.

Ganz allgemein gesagt, verändert Züchtung die Eigenschaften von Pflanzen in eine gewünschte Richtung. In der Züchtung gibt es verschiedene Methoden, um eine neue Sorte zu erhalten. Bei Hybridsaatgut hat nur die erste Generation die gewünschten Merkmale. Damit eignen sich bereits die Samen der ersten Ernte nicht zur weiteren Aussaat.

Im Gegenzug dazu gibt es samenfeste Sorten, bei denen die Samen der nachfolgenden Generationen wieder ausgesät werden können und die gleichen positiven Eigenschaften wie die Mutterpflanze aufweisen.

Momentan findet eine Entwicklung statt, die darauf abzielt, dass wenige Saatgut-Konzerne den Weltmarkt beherrschen. Gemüse-Produzenten geraten in eine Abhängigkeit, weil immer wieder neues Saatgut gekauft werden muss; außerdem werden den Landwirten passender Dünger und passende Pestizide für dieses Saatgut verkauft. Dadurch wird die Abhängigkeit noch verstärkt, was besonders in Entwicklungsländern viele Landwirte in den Ruin treibt. Neuere Zuchtmethoden berühren außerdem die Grenzen der Gentechnik (bspw. CMS-Hybride). Solche Gemüsesorten sind im Bioland-Verband verboten, da sie gentechnisch verändert sind. Es gibt allerdings auch traditionell gezüchtete Hybride, die teilweise schon sehr alt sind und einige positive Eigenschaften aufweisen. Tatsächlich ist es auch in der Bio-Landwirtschaft so, dass manche Gemüsearten nur als Hybrid verfügbar sind oder der Markt die Schwachpunkte mancher samenfesten Sorten nicht in Kauf nehmen will oder kann, da der tatsächliche Mehraufwand nicht vergütet wird.

Um Auswege aus und Alternativen zu dieser Entwicklung zu finden, gibt es verschiedene Initiativen, eine davon ist der Verein saat:gut e.V. Ein Schwerpunkt des Vereins ist, auf natürlichem Weg moderne, samenfeste und vitale Gemüsesorten zu züchten – also durch Kreuzung und Auslese der Pflanzen mit den besten Eigenschaften. Der Verein teilt seine Erkenntnisse unter anderem in Vorträgen und Ausschüssen, außerdem informiert der Verein über die Problematik rund um das Thema Saatgut und generell zu Themen der Pflanzenzüchtung.

Wir selbst verwenden zu ca. 70 %, biologisches samenfestes Saatgut oder Jungpflanzen und unterstützen die Arbeit des Vereins saat:gut e.V., weil wir uns wünschen und unseren Teil dazu beitragen wollen, dass in Zukunft nicht nur eine begrenzte Anzahl an Gemüsesorten auf unseren Tellern landet, sondern dass eine echte Vielfalt an gesunden Sorten existiert. Auch in Ihrem eigenen Garten können Sie samenfestes Saatgut, vielleicht sogar von alten Sorten, verwenden.

Mehr Info zum Thema:

http://www.saat-gut.org

https://www.saveourseeds.org

https://samenfest.de/was-ist-samenfest

https://stadt-land-blüht.de/alles-zum-saatgut

Solarenergie
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Wir wollen unseren Energiebedarf decken und dabei den künftigen Generationen die Lebensgrundlage erhalten.

Mit unserem Sonnenkraftwerk (130kWp) erzeugen wir zum Beispiel von Januar bis Dezember doppelt soviel Strom, wie wir benötigen, um auf unserem Hof die Kühlhäuser und die Wasch- und Sortiermaschinen zu betreiben. Und dies sogar in den sonnenarmen Wintermonaten. Vorrausgesetzt, die Dächer sind schneefrei und es regnet nicht. Nach dem Ablauf der erwarteten Lebensdauer von ca. 25-30 Jahren können alle Module vollständig recycelt werden.

Wasser
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Wir sammeln Regenwasser in einer Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 450 000 Litern. Damit betreiben wir unsere Gemüsewaschanlage und bewässern unsere Felder und Folientunnel. Ausgeklügelte Bewässerungstechnik hilft uns dabei, Wasser zu sparen. In den Folientunneln praktizieren wir zum Beispiel die Tröpfchenbewässerung. Damit wir die Abwasserbelastung so gering wie möglich halten und die Grundwasserneubildung unterstützen, haben wir außerdem einen Sickerteich auf unserem Gelände.

Heizung
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Unseren Wärmebedarf erzeugen wir mit vollständig erneuerbaren Energien:

  • Stückholzheizung 30kW
  • Solar-Kollektoren 8m²

Damit beheizen wir unser Büro- und Sozialgebäude und decken den gesamten Warmwasserbedarf.

 

Energieeinsparung und Ressourcenschonung
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  • Kühlzelle – Modernisierung und Sanierung als Verbundanlage 2017
  • LED-Leuchtmittel als Ersatz in ganzer Halle - seit März 2018
  • Reduzierter Papierverbrauch, wenn gedruckt wird, dann auf Recycling-Papier
  • Druckerzeugnisse werden „klimaneutral“ in Auftrag gegeben.
  • Konzept zum Packen ohne Plastiktüten und mit möglichst wenig Verpackungsmaterial 2017
  • Abverkauf 2. Wahl an Kantinen etc.
  • Spenden an die Fildertafel
Ressource Mensch
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Auf einem Hof fällt eine Menge Handarbeit an und das geht sehr an die körperliche Substanz. Jeder von uns verbringt viel Zeit hier im Geschäft. Da ist es wichtig, dass auch auf die körperlichen und geistigen Kräfte der Mitarbeiter Rücksicht genommen wird. So haben wir für unsere Hof-Mannschaft selbstverständlich viele technische Geräte, welche das Heben, Halten, Tragen und Bücken unterstützen, vereinfachen oder gar unnötig machen. Für das Pack-Team gibt es zum Beispiel extra leichte Kunststoffpaletten und Packtische mit fixierbaren Rädern. Alles was man schiebend bewegen kann, muss man schon nicht tragen. Und unsere Damen im Büro freuen sich über Headsets zum Telefonieren und höhenverstellbare Schreibtische. So kann sitzend oder stehend an ihnen gearbeitet werden. Niemand muss 8 oder mehr Stunden in ein und der gleichen Position vor seinem Bildschirm sitzen.

Außerdem freuen wir uns sehr darüber, dass Sie es mittragen, dass wir 2x im Jahr für 14 Tage eine Lieferpause einlegen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Unternehmer mitten im Sommer oder zu den Feiertagen am Jahreswechsel einfach so den Betrieb schließen können. Sie erlauben uns das und dafür sind wir sehr dankbar. So können wir Kraft tanken und Ideen sammeln.

Auch der bewußte Umgang aller Kollegen miteinander ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben schlanke Strukturen, kurze Wege und einen sehr direkten Kontakt miteinander. Jeder darf sagen, was ihn beschäftigt. Jeder wird gehört. Egal ob es das menschliche Miteinander betrifft oder Verbesserungswünsche und -vorschläge.

Wir machen mit bei "Korken für Kork"
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"Korken für Kork" ist eine Recycling-Aktion vom Diakonie Kork Epilepsiezentrum. Schon seit 1991 läuft diese Aktion. Die gesammelten Korken werden einer Wiederverwertung zugeführt und landen damit nicht im Müll, denn der Naturwerkstoff Kork ist viel zu schade zum Wegwerfen.

Sie haben fleißig mitgesammelt! So konnten wir im Sommer 2017 insgesamt 112 kg gesammelte Korken an eine Sammelstelle weitergeben. Das entspricht ungefähr 15.000 Korken, die nun nachhaltig weiterverarbeitet werden können. Vielen Dank dafür!

Nach wie vor können Sie uns gern Flaschenkorken über den Markt, den Hofverkauf und die Grüne Kiste zukommen lassen.

Wir geben 1 Cent pro verkauftes Ei an die ÖTZ
Bild von Hühnern der ÖTZ

Unsere Eierpreise haben verschiedene Gründe. Unter anderem sind die Futter- und Energiekosten gestiegen, die die Eierproduzenten an uns weitergeben (müssen). Es wird kein billiges Sojafutter aus weit entfernten Ländern verfüttert. Ökologische Hühnerhaltung bedeutet unter anderem, einen bestimmten Prozentsatz eigenes Futter anzubauen und zu verfüttern. Außerdem werden nur eine kleine begrenzte Anzahl Tiere auf 1 m² gehalten. Dies alles und noch anderes macht ein Bio-Ei teurer.

Ein weiterer sehr wichtiger und ganz aktueller Punkt ist: Das Töten von männlichen Küken

Es gibt eine Ökologische Tierzucht GmbH (ÖTZ), die gemeinsam von den Verbänden Bioland und Demeter im März 2015 gegründet wurde und gemeinsam getragen wird. Diese hat sich zur Aufgabe gesetzt, ein Huhn zu züchten, welches an ökologische Haltungsbedingungen angepasst ist und gut mit 100 % Bio-Fütterung und Auslauf zurechtkommt. Bisher stammen die Tiere von konventionellen Zuchtlinien. Der ÖTZ stehen drei Zuchtherden zur Verfügung, die eine gute Basis für die Züchtung ökologischer Mast- und Legerassen sowie perspektivisch einer Zweinutzungsrasse sind. Ein ganz wichtiges Ziel ist das letzte Stichwort: Zweinutzungsrasse. Das bedeutet, dass männliche Küken nicht getötet werden, sondern diese als Fleischlieferanten mit aufgezogen werden. Stand heute ist es so, dass alle männlichen Küken getötet werden. Dieses Thema haben Sie sicherlich in den letzten Wochen in den Medien auch mitverfolgen können. Es wurde diskutiert, ob es ein Verbot geben wird, männliche Küken zu töten. Männliche Küken werden getötet, da sie weder Eier legen noch besonders gut Fleisch ansetzen. Bundeslanwirtschaftsminister Schmidt (CSU) hat sich ganz aktuell gegen ein solches Verbot ausgesprochen.

Eine ökologische Hühnerzucht ist jedoch sehr aufwendig und damit teuer. Anders als in der konventionellen Zucht, bei der die Tiere in Käfigen gehalten werden und damit die Leistungsdaten einfach erhoben werden können, laufen ökologische Zuchttiere unter natürlichen Bedingungen in der Herde. Um hier Futtermengen, Legeleistung und Gewichtszunahme einzelnen Tieren zuordnen zu können, ist eine spezielle Technik notwendig. Die ÖTZ benötigt in den kommenden Jahren daher Investitionsmittel in Höhe von mindestens 10 Mio €. Später soll sich die Zucht dann durch den Verkauf der neuen Öko-Linien selbst tragen.

Wir möchten hier aktiv werden und dieses wunderbare und absolut sinnvolle und nötige Projekt unterstützen. Wir geben 1 Cent pro verkauftes Ei an die ÖTZ weiter. Wir sind in Kontakt mit Inga Günther, welche für das Projekt verantwortlich ist. Sie arbeitet auf dem Hofgut Rengoldshausen. Die Kollegen sind wie wir Mitglied im Verband Ökokiste.

Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, sind wir gerne für Sie da. Um das Thema zu vertiefen, können Sie sich auf der Seite der ÖTZ informieren.

Hier finden Sie den Flyer der ÖTZ.

Und hier finden Sie einen interessanten Film der ÖTZ.

 

Hier finden Sie den ersten Newsletter der ÖTZ.

Auslieferung mit E-Bike

Seit Mai 2018 liefern wir einen Teil unserer Grünen Kisten mit unserem, vom Verkehrsministerium geförderten, E-Lastenrad aus. Wir sind damit im Bereich Filderstadt unterwegs und wollen die Belieferung mit dem Lastenrad Stück für Stück ausbauen, denn mit dem wendigen Rädle kommen wir auch an Orte, die mit dem Auto nicht so gut anzufahren sind. Etwa 40 Kisten haben in dem großzügigen Anhänger Platz. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg unterstützt, im Rahmen der Landesinitiative Marktwachstum Elektromobilität. So können wir dazu beitragen, den CO2 Gehalt zu minimieren und neue Wege der Beweglichkeit auszuprobieren.

Bodenschätze

Auf einem Gemüsehof wie unserem gibt es immer Ware zweiter Wahl, die nicht der optischen Norm entspricht. Doch hinter jeder einzelnen Frucht steckt Arbeit, Aufwand und Pflege, besonders im Bio-Bereich. Geschmack und Inhaltsstoffe wie Vitamine von Früchten mit Macke stehen einer makellosen Frucht in nichts nach. Diese Ware ist ebenso wertvoll und sollte nicht unbedacht weggeworfen oder erst gar nicht geerntet werden.

Im Rahmen des interdisziplinären Humboldt reloaded-Projekts „Gesunde Macke“ sind wir mit der Universität Hohenheim eine Kooperation eingegangen um Lösungswege für dieses Thema zu finden.

Daraus entwickelte sich das Projekt „Bodenschätze“ - der Verkauf von Biogemüse zweiter Wahl an Studenten der Universität Hohenheim.

Verpackungskonzept

Wir können auf eine plastikfreie Alternative zum Einpacken von Ackersalat und Co zugreifen. Die Papiertüten werden in Dettenhausen von der Firma Tütle komplett CO2 neutral hergestellt und bestehen aus 100% recyceltem, ungebleichtem und kompostierbarem Papier. Das heisst, wir verwenden außer den Säckchen für die Kartoffeln keine Kunststoffverpackungen mehr! Auch auf dem Hofverkauf und den Wochenmärkten.

Diese Papiertüte kostet ca. 10x mehr als die alten Plastiktütchen. Da uns die Themen Müllvermeidung und Nachhaltigkeit am Herzen liegen, sind uns die Mehrkosten das Wert. Wir freuen uns sehr, dass Sie durch Ihre Entscheidung bei uns einzukaufen und zu bestellen, uns signalisieren, dass Sie Themen rund um Nachhaltigkeit Schöpfungserhaltung enkeltaugliche Landwirtschaft und alternative plastikfreie Verpackungskonzepte genauso essentiell wie wir betrachten.
Vielen Dank dafür.

Handy-Sammelaktion

Wir sind als Sammelstelle für alte und nicht mehr genutzte Mobiltelefone registriert, dies ist unter dem Projekt Die Handy Aktion bekannt.

Sie können Ihr altes Mobilfunktelefon inklusive Zubehör (Akku, Kopfhörer, Kabel) bei uns kostenlos entsorgen. Das Beste daran, Sie tun etwas Gutes.

Die Elektronischen Geräte werden gesammelt und recycelt. Mit dem Erlös werden Projekte in Afrika unterstützt. Folgende Organisationen sind daran beteiligt:

Aktion Hoffnung

Difäm / Brot für die Welt

EJW-Weltdienst

Als Grüne Kiste Kunde können Sie bequem Ihr altes Mobilfunkgerät in die leere Kiste legen und unser Fahrer sammelt das Gerät ein.

Wichtig – Um Missverständnisse zu vermeiden, bitten wir darum, dass Sie Ihr altes Handy in einen Briefumschlag legen und eindeutig mit „Handy Aktion Spenden“ beschriften.

Verzicht auf Flugware

Aus ökologischen Gesichtspunkten verzichten wir komplett auf Flugware.

Die meisten Lebensmittel, die aus Übersee importiert werden, kommen per Schiff. 140 Tonnen Lebensmittel werden jedoch täglich per Flugzeug nach Deutschland gebracht. 1 kg Lebensmittel, das mit dem Flugzeug nach Deutschland kommt, ist für 170x soviele Emissionen verantwortlich, wie ein 1 kg Lebensmittel, das mit dem Schiff transportiert wird.

Einfach jetzt machen

Wir sind dabei. Wir haben unterzeichnet, dass wir

Auf Inlandsflüge und auf Flüge für Reisen bis 1.000 km verzichten.

In allen Betriebsstätten den Energieverbrauch minimieren und den verbleibenden Strombedarf aus 100% Ökostrom beziehen.

Auf Fleisch aus konventioneller, industrieller Produktion ganz verzichten und für Verpflegung und Bewirtung, soweit möglich, nur noch biologisch, saisonal und regional bzw. fair produzierte Lebensmittel nutzen.

https://einfach-jetzt-machen.de/