Nachhaltigkeit

Dem Konzept der Nachhaltigkeit liegt die Idee zu Grunde, Umweltbelange gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu behandeln. Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen möchten, ist das Eine ohne das Andere nicht zu haben.

Unternehmerische Verantwortung und nachaltiges Wirtschaften sind mittlerweile in vielen Unternehmen wichtige und aktuelle Themen. Im ökologischen Landbau ist beides sogar Verpflichtung.

Wir, als Bioland-Betrieb, stellen uns dieser Aufgabe gerne.

Solarenergie
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Wir wollen unseren Energiebedarf decken und dabei den künftigen Generationen die Lebensgrundlage erhalten.

Mit unserem Sonnenkraftwerk (130kWp) erzeugen wir zum Beispiel von Januar bis Dezember doppelt soviel Strom, wie wir benötigen, um auf unserem Hof die Kühlhäuser und die Wasch- und Sortiermaschinen zu betreiben. Und dies sogar in den sonnenarmen Wintermonaten. Vorrausgesetzt, die Dächer sind schneefrei und es regnet nicht. Nach dem Ablauf der erwarteten Lebensdauer von ca. 25-30 Jahren können alle Module vollständig recycelt werden.

Wasser
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Wir sammeln Regenwasser in einer Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 450 000 Litern. Damit betreiben wir unsere Gemüsewaschanlage und bewässern unsere Felder und Folientunnel. Ausgeklügelte Bewässerungstechnik hilft uns dabei, Wasser zu sparen. In den Folientunneln praktizieren wir zum Beispiel die Tröpfchenbewässerung. Damit wir die Abwasserbelastung so gering wie möglich halten und die Grundwasserneubildung unterstützen, haben wir außerdem einen Sickerteich auf unserem Gelände.

Heizung
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Unseren Wärmebedarf erzeugen wir mit vollständig erneuerbaren Energien:

  • Stückholzheizung 30kW
  • Solar-Kollektoren 8m²

Damit beheizen wir unser Büro- und Sozialgebäude und decken den gesamten Warmwasserbedarf.

 

Energieeinsparung und Ressourcenschonung
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  • Kühlzelle – Modernisierung und Sanierung als Verbundanlage 2017
  • LED-Leuchtmittel als Ersatz in ganzer Halle - Auftrag ist erteilt
  • Reduzierter Papierverbrauch, wenn gedruckt wird, dann auf Recycling-Papier
  • Druckerzeugnisse werden „klimaneutral“ in Auftrag gegeben.
  • Konzept zum Packen ohne Plastiktüten und mit möglichst wenig Verpackungsmaterial 2017
  • Abverkauf 2. Wahl an Kantinen etc.
  • Spenden an die Fildertafel
Ressource Mensch
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Auf einem Hof fällt eine Menge Handarbeit an und das geht sehr an die körperliche Substanz. Jeder von uns verbringt viel Zeit hier im Geschäft. Da ist es wichtig, dass auch auf die körperlichen und geistigen Kräfte der Mitarbeiter Rücksicht genommen wird. So haben wir für unsere Hof-Mannschaft selbstverständlich viele technische Geräte, welche das Heben, Halten, Tragen und Bücken unterstützen, vereinfachen oder gar unnötig machen. Für das Pack-Team gibt es zum Beispiel extra leichte Kunststoffpaletten und Packtische mit fixierbaren Rädern. Alles was man schiebend bewegen kann, muss man schon nicht tragen. Und unsere Damen im Büro freuen sich über Headsets zum Telefonieren und höhenverstellbare Schreibtische. So kann sitzend oder stehend an ihnen gearbeitet werden. Niemand muss 8 oder mehr Stunden in ein und der gleichen Position vor seinem Bildschirm sitzen.

Außerdem freuen wir uns sehr darüber, dass Sie es mittragen, dass wir 2x im Jahr für 14 Tage eine Lieferpause einlegen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Unternehmer mitten im Sommer oder zu den Feiertagen am Jahreswechsel einfach so den Betrieb schließen können. Sie erlauben uns das und dafür sind wir sehr dankbar. So können wir Kraft tanken und Ideen sammeln.

Auch der bewußte Umgang aller Kollegen miteinander ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben schlanke Strukturen, kurze Wege und einen sehr direkten Kontakt miteinander. Jeder darf sagen, was ihn beschäftigt. Jeder wird gehört. Egal ob es das menschliche Miteinander betrifft oder Verbesserungswünsche und -vorschläge.

Wir machen mit bei "Korken für Kork"
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"Korken für Kork" ist eine Recycling-Aktion vom Diakonie Kork Epilepsiezentrum. Schon seit 1991 läuft diese Aktion. Die gesammelten Korken werden einer Wiederverwertung zugeführt und landen damit nicht im Müll, denn der Naturwerkstoff Kork ist viel zu schade zum Wegwerfen.

Sie haben fleißig mitgesammelt! So konnten wir im Sommer 2017 insgesamt 112 kg gesammelte Korken an eine Sammelstelle weitergeben. Das entspricht ungefähr 15.000 Korken, die nun nachhaltig weiterverarbeitet werden können. Vielen Dank dafür!

Nach wie vor können Sie uns gern Flaschenkorken über den Markt, den Hofverkauf und die Grüne Kiste zukommen lassen.

Wir geben 1 Cent pro verkauftes Ei an die ÖTZ
Bild von Hühnern der ÖTZ

Unsere Eierpreise haben verschiedene Gründe. Unter anderem sind die Futter- und Energiekosten gestiegen, die die Eierproduzenten an uns weitergeben (müssen). Es wird kein billiges Sojafutter aus weit entfernten Ländern verfüttert. Ökologische Hühnerhaltung bedeutet unter anderem, einen bestimmten Prozentsatz eigenes Futter anzubauen und zu verfüttern. Außerdem werden nur eine kleine begrenzte Anzahl Tiere auf 1 m² gehalten. Dies alles und noch anderes macht ein Bio-Ei teurer.

Ein weiterer sehr wichtiger und ganz aktueller Punkt ist: Das Töten von männlichen Küken

Es gibt eine Ökologische Tierzucht GmbH (ÖTZ), die gemeinsam von den Verbänden Bioland und Demeter im März 2015 gegründet wurde und gemeinsam getragen wird. Diese hat sich zur Aufgabe gesetzt, ein Huhn zu züchten, welches an ökologische Haltungsbedingungen angepasst ist und gut mit 100 % Bio-Fütterung und Auslauf zurechtkommt. Bisher stammen die Tiere von konventionellen Zuchtlinien. Der ÖTZ stehen drei Zuchtherden zur Verfügung, die eine gute Basis für die Züchtung ökologischer Mast- und Legerassen sowie perspektivisch einer Zweinutzungsrasse sind. Ein ganz wichtiges Ziel ist das letzte Stichwort: Zweinutzungsrasse. Das bedeutet, dass männliche Küken nicht getötet werden, sondern diese als Fleischlieferanten mit aufgezogen werden. Stand heute ist es so, dass alle männlichen Küken getötet werden. Dieses Thema haben Sie sicherlich in den letzten Wochen in den Medien auch mitverfolgen können. Es wurde diskutiert, ob es ein Verbot geben wird, männliche Küken zu töten. Männliche Küken werden getötet, da sie weder Eier legen noch besonders gut Fleisch ansetzen. Bundeslanwirtschaftsminister Schmidt (CSU) hat sich ganz aktuell gegen ein solches Verbot ausgesprochen.

Eine ökologische Hühnerzucht ist jedoch sehr aufwendig und damit teuer. Anders als in der konventionellen Zucht, bei der die Tiere in Käfigen gehalten werden und damit die Leistungsdaten einfach erhoben werden können, laufen ökologische Zuchttiere unter natürlichen Bedingungen in der Herde. Um hier Futtermengen, Legeleistung und Gewichtszunahme einzelnen Tieren zuordnen zu können, ist eine spezielle Technik notwendig. Die ÖTZ benötigt in den kommenden Jahren daher Investitionsmittel in Höhe von mindestens 10 Mio €. Später soll sich die Zucht dann durch den Verkauf der neuen Öko-Linien selbst tragen.

Wir möchten hier aktiv werden und dieses wunderbare und absolut sinnvolle und nötige Projekt unterstützen. Wir geben 1 Cent pro verkauftes Ei an die ÖTZ weiter. Wir sind in Kontakt mit Inga Günther, welche für das Projekt verantwortlich ist. Sie arbeitet auf dem Hofgut Rengoldshausen. Die Kollegen sind wie wir Mitglied im Verband Ökokiste.

Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, sind wir gerne für Sie da. Um das Thema zu vertiefen, können Sie sich auf der Seite der ÖTZ informieren.

Hier finden Sie den Flyer der ÖTZ.

Und hier finden Sie einen interessanten Film der ÖTZ.

 

Hier finden Sie den ersten Newsletter der ÖTZ.